Das Amtsgericht (AG) München hat am 31.7.2017 die Kürzungsstrategie der beklagten Kfz-Haftpflichtversicherung zurückgewiesen, da diese gegen zahlreiche vom BGH aufgestellte schadenrechtliche Grundsätze verstoßen hat (AZ: 343 C 7821/17).

Wenn der vom Geschädigten ausgewählte Gutachter ein übliches und angemessenes Honorar in Rechnung stellt, sind diese Kosten von der Schädigerseite auch vollumfänglich zu erstatten. Der Geschädigte braucht sich nicht auf die Verweisung auf einen günstigeren Sachverständigen, der von der Schädigerseite vorgeschlagen wurde, einzulassen. Insbesondere wenn sich die Sachverständigenvergütung im Rahmen der BVSK-Honorarbefragung bewegt, kann davon ausgegangen werden, dass es sich um eine übliche und angemessene Vergütung handelt.

Stand: Januar 2018
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