Grundsätzlich hat jeder Mitarbeiter, der in einem Unternehmen mit mehr als 15 Arbeitnehmern beschäftigt ist, einen gesetzlichen Anspruch, seine im Arbeitsvertrag festgelegte Arbeitszeit zu verringern.

Sprechen aus Sicht des Arbeitgebers allerdings betriebliche Gründe gegen die Arbeitszeitverringerung, hat dieser allerdings das Recht, den Antrag auf Teilzeitarbeit abzulehnen.

Doch hier heißt es aufpassen!
Denn hält der Arbeitgeber die Formvorschriften nicht korrekt ein, gilt der Teilzeitantrag als genehmigt. Die Ablehnung muss dem Arbeitnehmer spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Teilzeitarbeit zugehen. Und sie muss - anders als der Teilzeitantrag des Arbeitnehmers - schriftlich erfolgen. Schriftlich heißt nach einem aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Briefform und mit eigenhändiger Namensunterschrift versehen! Eine EMail oder ein Telefax sind nicht ausreichend!

Nur durch Unterzeichnung und deren Verbindung mit dem Erklärungstext ist nach Auffassung des Bundesarbeitsgerichts gewährleistet, dass die Erklärung inhaltlich vom Unterzeichner herrührt (Urteil des BAG vom 27.06.2017, Az.: 9 AZR 368/16).

Stand: März 2018