In welchen Fällen der Personalausweis des Kunden kopiert werden darf, war bislang - sofern dies nicht im Rahmen des Geldwäschegesetzes erfolgte - rechtlich häufig umstritten. Das Einscannen war gänzlich verboten. Aufgrund einer Änderung des Personalausweisgesetzes ist nun seit 15.07.2017 die Ablichtung, das heißt das Fotokopieren, Fotografieren oder Einscannen des Personalausweises unter folgenden Voraussetzungen erlaubt:

  • Die Ablichtung wird durch den Ausweisinhaber selbst oder eine andere Person mit Zustimmung des Ausweisinhabers vorgenommen.
  • Die Ablichtung ist eindeutig und dauerhaft als Kopie erkennbar (z.B. durch Ablichtung in Schwarz-weiß-Farben oder aufgrund deutlich sichtbaren Vermerks „Kopie“).
  • Die Ablichtung wird vom Empfänger nicht an Dritte weitergegeben. Datenschutzrechtlich gilt weiterhin der Grundsatz der Datenminimierung und Datensparsamkeit, d.h. es sollten so wenig personenbezogene Daten abgelichtet werden wie nötig.
Identifikationsdaten wie z.B. Unterschrift, Haarfarbe, Augenfarbe oder Ausweisnummer sind also im Regelfall abzudecken.

Stand: Januar 2018