Die neue Corona Arbeitsschutz-Verordnung, die am 20.03.2022 in Kraft getreten ist und bis zum 25. Mai 2022 gilt, legt die Arbeitgeber-Zuständigkeit fest!

Ab dieser Arbeitswoche sind bekanntlich die meisten Schutzmaßnahmen nach §§ 28a und 28b Infektionsschutzgesetz entfallen, so dass damit die
  • gesetzliche Pflicht zur 3G-Zugangskontrolle am Arbeitsplatz entfallen ist
  • gesetzliche Pflicht zum Angebot des Home-Office entfallen ist.


Aber Achtung: Im Arbeitsschutz am Arbeitsplatz bedeutet dies nicht, dass Arbeitgeber/Innen jetzt nichts mehr machen müssen:
Es gibt den neuen § 2 der geänderten Corona-Arbeitsschutzverordnung!

Ab jetzt müssen die „Basisschutzmaßnahmen“ durch den Arbeitgeber/In festgelegt werden- was heißt das?

Alle Arbeitgeber/Innen müssen weiterhin ein Hygieneschutzkonzept haben - als Ergebnis ihrer Corona-Gefährdungsbeurteilung.

Dabei müssen die Infektionsgefahren vor Ort berücksichtigt werden:
  • Wie nah kommen sich meine Mitarbeiter/Innen bei der Arbeit? Wo besteht also eine erhöhte Infektionsgefahr? Wo arbeiten meine Mitarbeiter/Innen ohne Mindestabstand? Gemeinsame Autofahrten? Viele Kundenkontakte?
  • Wie hoch ist das Infektionsgeschehen in meiner Region?
  • ein Muster für ein betriebliches Hygieneschutzkonzept zum betriebsindividuellen Ausfüllen - das ist jetzt entscheidend – finden Sie auf unserer Internetseite.


Jetzt ist also das betriebsspezifische Hygieneschutzkonzept entscheidend - warum?

Wenn im Betrieb weiterhin Infektionsgefahren bestehen, müssen Arbeitgeber/Innen gem. § 2 folgende Maßnahmen umsetzen:

  • Einmal in der Woche das Angebot eines Selbsttests an die Beschäftigten (es sei denn, diese arbeiten weiterhin ausschließlich im Home-Office)
  • Möglichst Verminderung betriebsbedingter Personenkontakte, insbesondere durch Vermeidung oder Verringerung der gleichzeitigen Nutzung von Innenräumen durch mehrere Personen
  • Insbesondere Prüfpflicht, ob die Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten im Homeoffice arbeiten können
  • Bereitstellung medizinischer Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz)
  • Es gilt weiter, dass Arbeitgeber/Innen den Beschäftigten ermöglichen müssen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen.


Im Arbeitsschutz ändert sich für Arbeitgeber/Innen eigentlich nichts – Sie müssen weiterhin vor Ort entscheiden, welche Maßnahmen zum Infektionsschutz erforderlich sind - und dies im betrieblichen Hygienekonzept umsetzen.

Die Basisschutzmaßnahmen werden nun nur nicht mehr unmittelbar in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vorgeschrieben, sondern durch die Betriebe als Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung in betrieblichen Hygienekonzepten festgelegt.

Bei Fragen wenden Sie sich an Ihre zuständigen Fachkräfte für Arbeitssicherheit bzw. Frau Buck.

Stand: März 2022
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